Wildganstage im AM


Auf zu den Gänsen ins Aschhorner Moor

- Eine Veranstaltung im Rahmen der Kehdinger Wildganstage –

Im Rahmen der Windganstage fuhr nicht nur die Bahn „Moorkieker“ des „Vereins zur Förderung von Naturerlebnissen e. V.“ durch die Vernässungsflächen des Euflor Humuswerkes, sondern auch eine Gruppe zu Fuß erkundete die von Gänsen und Kranich bevorzugten Flächen. Dass das Thema „Wildgans“ auch hier im Moor mit den großflächig überstauten Bereichen eine Rolle spielt, konnte gleich zu Beginn vernommen werden: Gruppen von Weißwangen- und Blässgänsen zogen übers und ins Moor. Eindrucksvoll stiegen hunderte von Bläss-, Grau- und wenigen Kanadagänsen plötzlich auf mit ohrenbetäubender Geräuschkulisse. Anlass war wohl ein Seeadler, der eingetroffen war, um seinen Hunger zu stillen. Er saß erst einmal gut sichtbar in den abgestorbenen Birken und ließ die Gänse und Enten sich beruhigen.

Der Weg durch das Moor führte weiter zu Flächen, die schon eine gute Torfmoosflora aufweisen und einen Schwingrasen bilden. Hier wurde das Erlebnis des unsicheren Bodens ausgekostet, ohne dass jemand im Moor versank.

Das warme, ruhige Wetter veranlasste einige Libellen zur Eiablage auf dem Torfschlamm. Hier war gut zu beobachten, wie die Weibchen die Eier in das Substrat dippen. Ansonsten ist die fliegende Insektenwelt schon sehr ausgedünnt. In den flachen Gewässern der Vernässungsflächen hingegen sind Wasserwanzen sehr aktiv, so Wasserskorpione und Rückenschwimmer, auch Wasserbienen wegen ihres schmerzenden Stiches genannt.

An Vögeln waren die Gänse und Kraniche dauernd und überall in der Luft präsent, leise aber auch häufig halten sich die Bekassinen in der Fläche auf. Man muss fast auf sie treten, bevor sie die Flucht ergreifen. Laut durchs Gebüsch hingegen streifen die Schwarzmeisen, und das Rotkehlchen schmetterte seinen Gesang, als ob der Frühling beginnen würde.

Frühlingsartig schoben auch schon vereinzelt Wollgräser ihre Blütenstände.

Der Sonnentau war auch fleißig damit beschäftigt, die schwächelnden Libellen als Nahrungsergänzung zu vereinnahmen. Auch er war noch nicht mit der Blüte und Fruchtausbildung fertig.

Zum Abschluss des Spazierganges durch die Vernässungsflächen konnten die Teilnehmer noch einmal die Gänseschar zu Luft und auf dem Wasser den Seeadler beobachten.

Oederquart, 16.10.16 Georg Ramm

Blick über die Wasserflächen der Vernässungsfläche am Moorhaus mit Gänsen in der Luft und auf dem Wasser..jpg

Blick über die Wasserflächen der Vernässungsfläche am Moorhaus mit Gänsen in der Luft und auf dem Wasser.

Torfmoos erobert die neu erstellten Vernässungsflächen..jpg

Torfmoos erobert die neu erstellten Vernässungsflächen.

Großes Interesse fand der dichte Bestand an rundblättrigen Sonnentau, auf dem sich Libellen verfangen hatten..jpg

Großes Interesse fand der dichte Bestand an rundblättrigen Sonnentau, auf dem sich Libellen verfangen hatten.

Die Schwarze Heidelibelle wurde noch aktiv angetroffen..jpg

Die Schwarze Heidelibelle wurde noch aktiv angetroffen.

Das Haus im Moor, befreit von sichtverschattenden Birken, die in den überstauten Bereich als Wellenbrecher gepackt wurden..jpg

Das Haus im Moor, befreit von sichtverschattenden Birken, die in den überstauten Bereich als Wellenbrecher gepackt wurden.

Eine Attraktion ist immer wieder der hübsche Fliegenpilz..jpg

Eine Attraktion ist immer wieder der hübsche Fliegenpilz.

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