Pflanzen für den Planeten


Pflanzen für den Planeten - ein Artikel von Georg Ramm

Zum zweiten Mal entschloss sich die Schule Drochtersen für eine Pflanzung auf einer Grünlandfläche am Torfwerk. Nachdem im Herbst schon eine Reihe Kopfweiden-Stecklinge und eine weitere mit Birken angepflanzt wurden, leisteten die Kinder unter Anleitung ihrer Lehrer weitere eineinhalb Reihen. Der Arbeitseinsatz erstreckt sich über das Werben des Pflanzengutes aus dichtem Jungaufwuchs im Moor, den Transport zum Pflanzort am Torfwerk, Einrichten der Pflanzstellen und das eigentliche Pflanzen. Letzteres erfordert dann auch Kenntnisse zur Größe des Pflanzloches, Setzen des Baumes und Schließen des Pflanzloches mit Andrücken, um die Wurzeln mit dem Boden zu verbinden. Gepflanzt wurden die dem Moorstandort angepassten Birken, sowie auch am Standort vorkommende Hasel und Stieleichen. Für die Kinder bedeuten solche Aktionen einerseits das Erlebnis einer Lehreinheit im Freien mit viel Bewegung und Eindrücken aus der nahen Umwelt: weicher Torfboden, Berührung mit Krabbeltieren und die vielfältigen Lautäußerungen der Vögel. Eine Handlore erweiterte den Erlebnisteil.

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Da die Pflanzaktion eingebunden ist in das globale Vorhaben „Plant for the Planet“ ergibt sich schon hieraus ein Anspruch des Mitmachens für die Schüler. Zudem ist auch die Maßnahme unter Klimaschutz gut zu begründen. Denn jeder Baum bindet in seiner Wachstumsphase Kohlenstoff und gibt Sauerstoff frei. Zudem haben Gehölze günstige Auswirkungen auf den Boden, wo sie mittelfristig ein artenreiches Bodenleben ermöglichen und mit ihren Wurzeln tiefere Schichten aufschließen. Gehölze, seien es linienförmige wie Hecken oder Baumreihen oder flächige wie Wälder, beleben die Landschaft als Strukturelement und bieten vielen Tieren einen sicheren Unterschlupf. Bleiben sie naturbelassen, so sammelt sich Laub und Totholz, der Boden wird mit Humus versorgt und viele weitere Tiere siedeln sich als Totholz-Zersetzer, Überwinterer oder für die Tagesruhe an.

Wir Menschen empfinden Wälder als sicheren, beruhigenden Ort und halten uns dort auch gern auf, um uns zu erholen. Nicht mehr in unseren Gedanken ist der Wald als Nahrungsquelle. Am Beispiel der Birke sind Knospe, Blatt und Saft Bestandteile, die unseren täglichen Bedarf ergänzen können.

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Hier wird das intensive Grünland in ein Birken-Gehölz verwandelt, als Beitrag zum Klimaschutz.

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Mit großem Engagement waren Schüler und Lehrer bei der Arbeit. Die Bäume mussten aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit besonders sorgfältig gepflanzt werden.

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Die Bäume wurden direkt in die Grasnarbe gepflanzt.

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