Plant for the Planet 21.03.2017


Plant-for-the-Planet

Nach der trüben Winterzeit setzt die Elbmarschen-Schule Drochtersen ihr Projekt „Plant-for-the-Planet“ im Aschhorner Moor fort. Hier stellt das Euflor Humuswerk den Schülern Flächen zur Verfügung, die mit standortgerechten Gehölzen aufgepflanzt werden. Die Schule leistet damit einen Beitrag zur weltweiten Aktion für den Klima- und damit Menschenschutz. Bäume sind unsere Mitbewohner auf diesem Planeten, die Luft, Wasser und Boden für uns Menschen und Tiere bewohnbar halten. Sie liefern, außer Sauerstoff, Lebensmittel, Rohstoffe für den täglichen Bedarf, Baumaterial und Schutz.

Wir Menschen gehen mit den Bäumen allerdings nicht überall pfleglich um. Ganze Wälder werden ausgebeutet und verschwinden nicht erst in der modernen Zeit, und damit werden ganze Landstriche für uns unbewohnbar. Heute sind es vor allem die tropischen Regenwälder, die in atemberaubender Geschwindigkeit von uns zerstört werden. Mit ihnen viele Pflanzen- und Tierarten. Wir zerstören also unseren eigenen Lebensraum. Dies haben auch viele Kinder erkannt, die sich um ihre Zukunft sorgen machen. Deshalb haben sie sich zusammengetan unter dem Titel „Plant-for-the-Planet“ und bereits weltweit einige Milliarden Bäume gepflanzt, damit unser Planet grün bleibt.

Wir Lehrer und Kinder in Drochtersen wollen unseren Beitrag dazu leisten und pflanzen jedes Jahr einige hundert Bäume dazu, so jetzt auch im Aschhorner Moor. Birken, Weiden und Faulbaum, einige Eichen und Zitterpappeln sind die Baumarten, die am Rand des Moores gut gedeihen.

An diesem Tag, Dienstag, dem 21. März 2017, haben wir etwa fünfzig Birken und eine Salweide gepflanzt. Und so soll es weitergehen. Die nächsten zwei Einsätze sind schon geplant.

Das Pflanzen in der freien Natur bedeutet auch Miterleben, was sich gerade ereignet. So sind es die Vögel, die durch ihre Rufe und ihren Gesang in Erscheinung treten. Leise und meist übersehen leben Amphibien und Reptilien. So fiel diese Aktion am 21. März 2017 mit dem Beginn der Wanderung von Fröschen und Kröten zu ihren Laichplätzen zusammen. Gras und Moorfrosch begegneten uns bei unseren Arbeiten auf ihrem Weg dorthin.

Beim nächsten Einsatz werden sicher die Rufe dieser Tiere aus ihren Laichgewässern zu hören sein.

Oederquart, 23.03.17

Georg Ramm

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Drei Schüler beim Entnehmen der Bäume aus den Vernässungsflächen im Moor.

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Einige Wollgras-Horste befinden sich noch in der Blüte.

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Torfmoose, hier das Köpfchen-Torfmoos Sphagnum fallax, erobern die vernässten Flächen und werden den Birkenaufwuchs verdrängen und in der Klimaschutzfunktion ersetzen.

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Die neu aufzupflanzende Fläche ist ein Grünland am Rand der Vernässungsflächen. Hier soll zunächst ein Birken-Bruchwald den Wert für Tierarten und Landschaftsstruktur aufbessern.

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Eine Salweide wird als besonderer zentraler Baum mit besonderer Funktion für Insekten eingepflanzt. Schüler und Lehrer ziehen hier an einem „Stamm“. Die Salweide entwickelt sich zu einem mittelgroßen Baum, der wie viele Strauchweiden, im Frühjahr einen reichen „Kätzchen (Blüten-)“-Flor trägt, für viele Koloniebildende Hummeln die erste existenzsichernde Lebensgrundlage. Salweiden haben Blattformen, die anderen Laubbäumen zum Verwechseln ähnlich sehen, also nicht die weidentypische schmal-lanzettliche Form. Viele Insekten entwickeln sich auf dieser Laubbaum-Art.

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An einigen Birken-Wurzeln sind deutlich die Pilzmycele zu erkennen. Diese Pilze leben in Symbiose mit dem Baum. Beide Arten fördern sich durch Stoffaustausch.

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An diesem Tag waren schon Frösche, hier ein Moorfrosch, unterwegs von ihrem Winterquartier zum nächsten Laichgewässer. Im Aschhorner Moor ein kurzer und sicherer Weg.

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