Ein neues Heim für den Weißstorch


Ein neues Storchennest wurde am 13.Oktober 2016 im Altendorfer Moor eingerichtet. Ein alter, ausgedienter Gittermast, gesichtet auf der Führung des NABU Hadelns am 9. April 2016 durch die Vernässungsflächen der Euflor Humuswerke, bot sich hierfür an. Mit einer kompetenten Mannschaft rückte der NABU an, unterstützt in der Logistik durch das Torfwerk, musste zunächst der Mast abgetakelt werden. Die Isolatoren mit Haltern wurden abgeschraubt, auf den so vorbereiteten Mast dann mit Hilfe eines bereitstehenden Baggers das Nest hochgehievt und dort fachgerecht angeschraubt. Um den Storch den Einzug im nächsten Frühjahr zu erleichtern kam noch Busch und Gras in den Nestkorb.

Die ganze Aktion dauerte drei Stunden, war aber in allen Phasen (Transport, Abbau und Aufsetzen des Nestes) wie abgestimmt. Selbst die Höhe des Auslegers des Baggers stimmte passgenau mit dem Strommast überein.

Am Mast ist noch auf halber Höhe eine Plattform vorhanden. Hier denkt der NABU Hadeln an die Installation einer Nisthilfe für Turmfalken.

Das Storchenpaar, das das Nest beziehen wird, findet eine strukturreiche Umgebung. Zur Nordostseite sind es Torfabbau- und Vernässungsflächen mit flachen Gewässern und lockerem Gehölzaufwuchs, zum Südwesten Grünland. Erfahrungsgemäß bevorzugt der Storch das feuchte Grünland und ist eher selten im Bereich der Renaturierung zu finden. Vielleicht sind es zu viele Großvögel, die sich hier eingefunden haben, wie Graugans, Kranich und Seeadler, die ihnen den Aufenthalt verleiden, oder der zu weiche Torfboden und die fehlenden Regenwürmer, Frösche und Eidechsen, auch Schlangen sind hier jedenfalls vorhanden.

Oederquart, 01.11.16

Georg Ramm

Ankunft des Storchennestes auf dem Gelände des Euflor-Torfwerkes im Wolfsbrucher Moor..jpg

Ankunft des Storchennestes auf dem Gelände des Euflor-Torfwerkes im Wolfsbrucher Moor.

Für die Fahrt zum Gittermast im Moor wurde die Pistenraupe genutzt..jpg

Für die Fahrt zum Gittermast im Moor wurde die Pistenraupe genutzt.

Der Gittermast musste zunächst von überflüssigen Bestandteilen befreit werden..jpg

Der Gittermast musste zunächst von überflüssigen Bestandteilen befreit werden.

Der Ausleger des Baggers war passgenau auf die Höhe des Gittermastes ausgelegt, sodass das Nest gut aufgesetzt und festgeschraubt werden konnte..jpg

Der Ausleger des Baggers war passgenau auf die Höhe des Gittermastes ausgelegt, sodass das Nest gut aufgesetzt und festgeschraubt werden konnte.

Busch und Gras wird gesammelt und zum Nest hochgehievt, um dem Storch die Annahme zu erleichtern..jpg

Busch und Gras wird gesammelt und zum Nest hochgehievt, um dem Storch die Annahme zu erleichtern.

Das Nest sitzt fest und schon gibt es eine weitere Idee Die Installatoren einer Turmfalken-Nisthilfe auf dem Vorsprung auf mittlerer Masthöhe..jpg

Das Nest sitzt fest und schon gibt es eine weitere Idee: Die Installatoren einer Turmfalken-Nisthilfe auf dem Vorsprung auf mittlerer Masthöhe.

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Zufriedene Gesichter nach getaner Arbeit.

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