Plant for the Planet 12.10.2017


Plant for the Planet - auch im Aschhorner Moor

Seit einigen Jahren ist die Elbmarschenschule Drochtersen auf den Flächen des Torfwerkes in Aschhorn mit den Projekten „Land Art“ und „Plant fort the Planet“ tätig.

Letzteres ist eingebunden in die weltweite Aufpflanzungs-Initiative, die schon über 20 Milliarden Bäume gesetzt hat, um die Lebensbedingungen auch von uns Menschen zu verbessern. Denn überall, auch in unserem Wirkungsbereich, führen Intensivierung der Landwirtschaft und Bodenversiegelung für Siedlung, Gewerbe, Straßenbau zu einer Entholzung der Landschaft. Dabei stellen Bäume nicht nur Landschaftselemente dar, die eine positive Wirkung auf Luft, Wasser und Boden und für die Ästhetik eine große Rolle spielen, die Bäume liefern wichtige Rohstoffe für viele Bedürfnisse von uns, sei es als Baumaterial, Energiespeicher, Bodenverbesserer und Haushaltsgegenstände. Die große Artenzahl der Bäume mit unterschiedlichen Eigenschaften des Holzes macht eine vielfältige Verwendung möglich.

Im Aschhorner Moor scheint es auf den ersten Blick unvernünftig zu sein, Aufforstungen vorzunehmen, gelten doch Bäume als eher störend, wenn der Lebensraum Moor wiederbelebt werden soll. Ihre Berechtigung finden diese Anpflanzungen am Rande des Hochmoores, wo im Übergangsbereich zu Niedermoor und Marsch sich schon immer Gehölzbestände eingefunden haben, insbesondere die Moorbirke auf dem sauren Hochmoorboden und die Roterle auf den humosen Niedermoor. Auch zu Beginn der Bildung des Hochmoores gab es innerhalb des Bereiches des Aschhorner Moores Birkenbestände auf höher liegenden Flächen, die lange Zeit gemeinsam mit Schilfröhrichten und torfbildenden Moosen wuchsen.

Für die Tierwelt stellen diese Gehölze einen wichtigen Lebensraum dar. Insbesondere Meisen, Schwarz-, Kohl- und Blaumeisen leben ganzjährig in den Birkengehölzen des Moores, die Laubsänger Fitis und Zilpzalp sind überall verbreitete Brutvögel, wie auch Baumpieper und Schafstelze. Spezielle Bereiche mit Strauchweiden werden von Grasmücken zur Brut genutzt, ebenso die Bestände mit stärkeren Bäumen vom Buchfink. In mit Brombeeren unterwachsenen Sträucher ist der Neuntöter anzutreffen. Weitere Vogelarten sind der Goldammer, das Blau- und das Rotkehlchen sowie der Zaunkönig.

So stellen die Gehölze in unterschiedlicher Struktur einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt dar. Allerdings gilt der Schutz der Erhalt und die Entwicklung von Hochmoorstandorten mit torfbildenden Torfmoos-Arten auch hier als vorrangig.

Oederquart, 12.10.17

Georg Ramm

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